Zweiter Eintrag hier. Der erste ist ein paar Monate her, und ich entschuldige mich nicht dafür, es war einfach zu viel los. Prüfungen. Ausbildung. Und die Sache mit den Menschen.
Vorweg, weil es offenbar nötig ist: Ich bin keiner, der anderen was Böses will.
Ich trete auf, wie ich bin. Manche lesen das als selbstbewusst, manche als authentisch, viele als Angriff. Toxisch nennen sie es dann.
Vorher lief einiges schief, und dazu stehe ich. Ja, ich hab oft gelogen, weil ich dazugehören wollte. Ja, ich hab mich unter Wert verkauft. Und ja, ich hab mich ständig entschuldigt. Für Dinge, für die man sich nicht entschuldigen muss.
Vor einem halben Jahr gab es dann richtig Beef mit Leuten, die mal Freunde waren. Namen nenne ich keine. Was da ablief, hat mir die Augen geöffnet, und seitdem seh ich klarer.
Ich muss mich nicht mehr rechtfertigen.
Ob das jemand liest, ist mir mittlerweile wurscht. Ob ich das hier veröffentliche, hab ich lange überlegt. Jetzt hab ich mich entschieden.
Nach einer Nacht, die mich umgehauen hat, war ich erst angeschlagen und dann einfach leer. Ich bin die Abende wieder und wieder durchgegangen. Hab mir zu viele Gedanken gemacht. Es ging auch weiter, als es hätte gehen dürfen (wie weit, schreib ich hier nicht).
Ich war in dem Ganzen nicht der Unschuldige. Steh ich zu. Aber ich hab aus den Fehlern gelernt, ich schau sie mir nüchtern an und schieb sie nicht noch tiefer ins Leere.
Was mich hält, ist das Gym. Ohne klappt bei mir gerade wenig (kein klarer Kopf, keine Energie). Es ersetzt keine Therapie. Aber es hält mich.
Ich bleib, wie ich bin. Ich bin, wie ich bin. Kleiner mach ich mich nicht mehr.
Es gibt noch einiges mehr zu sagen. Das hier ist das, was ich schon lange loswerden wollte.
Falls dir das bekannt vorkommt: Du bist damit nicht der Einzige. Mehr sag ich dazu nicht.